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Kunst und Kultur

Wie fast alles im Land sind auch Kunst und Kultur in Nepal sehr stark von den Religionen beeinflusst. Die nepalesische Kunst wird wesentlich von den Menschen, deren Kultur und der geschichtlichen Entwicklung des Landes geprägt. Nach entscheidenden, frühzeitlichen Einflüssen aus Indien und Tibet ist die Zeit der Malla-Könige bis in das 18. Jahrhundert hinein als die Blütezeit der Architektur und Kunst zu bewerten.

Architektur: Nepalesische Architektur ist in erster Linie die Architektur des Kathmandu Valley, die von den kunstbegabten Newar geschaffen wurde. Diese Tempelbauten lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: in den Pagoden-, den Stupa- und den Shikhara-Stil. Die Planung und Errichtung dieser oft monumentalen Gebäude haben Unmengen an Zeit, Arbeit und Geld gekostet – getreu dem Motto: Das Beste ist gerade genug für die Götter. Die Architektur oder Bauweise der kleinen Siedlungen und Dörfer auf dem Land sind, je nachdem, von welchen Völkern sie bewohnt werden, sehr unterschiedlich. In den meist von buddhistischen Völkern besiedelten Gebieten im Norden Nepals bestimmt die traditionelle tibetische Bauweise den Charakter der Dörfer. Hier dominieren oft weißgetünchte, zweistöckige Häuser aus Feldsteinen mit einem Flachdach das Bild. Auf dem Dach werden Feldfrüchte und Getreide zum Trocknen ausgebreitet, Holz gestapelt oder auch Wäsche getrocknet. In den etwas südlicheren Gebieten im Westen gibt es flache, ebenfalls aus Feldsteinen errichtete, einstöckige Häuser. Auch hier dominiert das Flachdach aus zum Teil gestampftem Lehm. In den wärmeren bergigen Hügelgebieten des Landes stehen vielfach einfache Häuser aus Lehmziegeln oder aus Bambusgeflecht, das mit Lehm verkleidet ist. Diese Häuser sind oft mit Stroh, Gras oder auch mit Holzschindeln gedeckt und besitzen ein Spitzdach und ein oder mehrere Vordächer, unter denen zum Beispiel Maiskolben, Zwiebeln oder auch Peperoni zum Trocknen hängen. Die ganz im Süden liegenden Dörfer des heißen Terai bestehen aus luftigen Häusern, die aus Bambus und Holz errichtet wurden. Oft mit Dachziegeln oder Elefantengras gedeckt, stehen diese Bauten zum Schutz vor wilden Tieren und Hochwasser häufig auf Pfählen.

Malerei: Im 9. Jahrhundert nahm die Malerei ihren Anfang. Es sind Illustrationen zu Palmblatt-Manuskripten, die wiederum von Indien beeinflusst waren. Die Themen der Malerei waren hauptsächlich religiöser Natur. Etwa in der Mitte der Malla-Periode (15. / 16. Jhd.) wurden besonders tantrische Motive populär. Eine besondere Form des religiösen Gemäldes waren die Mandalas, mystische Bilder aus zahllosen ineinander verschachtelten Kreisen und Quadraten, die sowohl auf hinduistischer als auch auf buddhistischer Tradition beruhen. Die bei Touristen begehrtesten Gemälde sind jedoch die Paubha. Das sind Rollbilder, die aus einem feinsten Baumwoll- oder Seidenstoff hergestellt werden. Der Stoff wird in einen Rahmen gespannt, dann werden mehrere Schichten einer Mischung aus Kalk, Leim und Indigo aufgetragen und getrocknet. Um der Oberfläche Glanz zu verleihen, wird noch eine Schicht aus dem Eiweiß von Enteneiern und Wasser aufgetragen. Die Paubha stellen hauptsächlich buddhistische Gottheiten oder Bodhisattvas dar, die möglicherweise von Gruppen von Halbgöttern umgeben sind.

Musik: Historische Erwähnungen nepalesischer Musik reichen nur bis ins 13. Jahrhundert zurück. Allem Anschein nach entwickelte sie sich aus alter buddhistischer Musik, die auf einem Konzept von 16 Musikgottheiten beruhte. Jede dieser Gottheiten wurde mit einem Musikinstrument in Verbindung gebracht. Gemäß der hinduistischen Mythologie ist Shiva in seiner Form als Nataraja („König des Tanzes“) der Herr über Musik und Tanz. Neben dem reichhaltigen Repertoire komplizierter klassischer Musik besteht aber ein reicher Fundus an Volksmusik, die romantische, heroische, religiöse oder jahreszeitliche Themen zum Inhalt hat. Noch heute trifft man gelegentlich auf den Gaine („Sänger“), eine Art Moritatensänger, der die Heldentaten tapferer Krieger besingt. Die populärste Musikform ist heute aber zweifellos der Hindi-Filmschlager, der einer der tragenden Elemente des Hindi-sprachigen Spielfilms ist. Ein Film ohne mindestens fünf bis sechs Gesangseinlagen – das wissen Mumbais Filmproduzenten sehr wohl – ist von vornherein zum Flop verdammt. Die neuere Hindi-Filmmusik orientiert sich sehr an westlicher Popmusik und es kommt zu merkwürdigen bzw. interessanten Stilfusionen. Tanz gehört zur Musik. Im heutigen Nepal transportiert er kaum noch religiöse Inhalte, sondern wird vielmehr zur Unterhaltung.und als Folklore dargebracht. Fast immer tragen die Folklore-Tänzer aufwendige, schillernde Kostüme und viel Schminke. Die Tänze gestalten sich oft als kleine Theaterstücke, in denen eine Geschichte - von Liebe oder von Göttern - erzählt wird. Die größten Aufführungen religiöser Tänze kann man während der hohen Feiertage in Bhaktapur, Patan und Kathmandu erleben. Die bei diesen Tänzen skurrile, überdimensionale Masken tragenden Tänzer führen dann die alten Mythen und Legenden auf.

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