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Religion und Religionsverteilung in Nepal

Hinduismus

Offiziell sind 80,6 % der Gesamtbevölkerung Nepals Hindus. Allerdings wird die Zählung von Hindus und Buddhisten erschwert, da sich viele Nepalesen als beides gleichzeitig verstehen. Im Laufe der Zeit haben sich beide eng verwoben, was sich auch in zahlreichen Tempeln ausdrückt, die sowohl von Hindus als auch von Buddhisten gleichermaßen besucht werden. Des Weiteren tauchen auch einige Götter und Göttinnen sowohl im Hinduismus als auch Buddhismus auf. Der Hinduismus kennt keinen Religionsgründer, sondern die Religion entwickelte sich aus verschiedenen heiligen Schriften. Der Hinduismus ist keine einheitliche Religion, denn er vereint verschiedene Glaubensrichtungen. Es ist eine Weltanschauung und eine Lebensart. Die Hindus glauben daran, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf sind und sie glauben nicht nur an einen Gott, sondern an mehrere Gottheiten.

Wichtige hinduistische Gottheiten:

  • Shiva – der Zwiegespaltene

    Im Hinduismus gilt Shiva als der mächtigste Gott. Er zerstört die Welt und erschafft sie immer wieder neu und steht daher sowohl für Untergang und Tod als auch für den Neuanfang. Er lebt auf dem heiligen Berg Kailash und ist vollständig mit Asche bedeckt. Er hat ein Stirnmal, das aus drei waagerechten, weißen Strichen besteht und sein Reittier ist der Bulle Nandi.

  • Vishnu – der Begleiter

    Vishnu ist eine der wichtigsten Formen des Göttlichen im Hinduismus. Vishnu wird üblicherweise mit vier Insignien dargestellt, die er in seinen vier Händen hält: ein Muschelhorn, eine Keule, einen Diskus und einen Lotos, oft auch einen Bogen und Schwert. Vishnu gibt sich in verschiedenen Verkörperungen auf der Erde zu erkennen. Dies passiert, wenn die Welt gerettet werden muss, um die Ordnung zu erhalten.

  • Brahma – Gott der Weisheit

    Auf Darstellungen ist Brahma meist mit vier Gesichtern und vier Armen sowie mit Gebetskranz und Veden zu sehen. Seine vier Köpfe sollen den absoluten Überblick, den er als Weltenschöpfer und Gott der Weisheit hat, darstellen. In der öffentlichen Anbetung steht Brahma gegenüber allen anderen Gottheiten historisch immer zurück; in der Mythologie hingegen spielt er noch heute eine große Bedeutung.

  • Krishna – der Herr der Sinne

    Für seine Anhänger ist Krishna die Inkarnation des Höchsten. Obwohl er im wissenschaftlichen Sinne nicht als historisch angesehen wird, gehen die meisten Hindus davon aus, dass er tatsächlich gelebt hat. Er ist der Helfer der Menschheit und wird mit einer Bambusflöte (bansuri) und einer Pfauenfeder im Haar dargestellt.


Untrennbar mit dem Hinduismus verbunden ist das Kastenwesen. Jeder Mensch wird in eine besteimmte Kaste hineingeboren. Die Kaste bestimmt die Stellung in der Gesellschaft. Geheiratet werden kann auch nur innerhalb einer Kaste. Ein Kastenwechsel ist nicht möglich.



Buddhismus

Der Buddhismus entwickelte sich aus dem Hinduismus. Im Buddhismus gibt es keinen Gott, sondern nur den Erleuchteten Buddha, der seine Weisheiten an die Menschen weitergibt. Im Buddhismus steht die Entfaltung des Geistes im Vordergrund – jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Erleuchtung. Obwohl der Buddhismus in Nepal sich seit der Zeit des großen indischen Kaisers Ashoka (304 – 232 vor Christus) sehr schnell verbreitete, bekannten sich die Licchavi-Herrscher (etwa 350 – 750 nach Christus) – ebenso wie auch die gleichzeitig in Indien regierenden Dynastie der Guptas – zum Vishnuismus, einer Form des Hinduismus. Schon bald kam dem Karawanenhandel eine besondere Bedeutung zu und das Kathmandu-Tal galt als Umschlagsplatz auf dem Handelsweg zwischen Indien und Tibet. Durch den kulturellen Austausch mit Indien kamen aus dem dort aufblühenden Buddhismus immer wieder neue buddhistische Impulse nach Nepal. Damals schon existierten Hinduismus bzw. Vishnuismus und Buddhismus friedlich nebeneinander – eine in Nepal noch heute einzigartige Konstellation.



Neben dem Hinduismus und Buddhismus existieren noch eine Vielzahl weiterer Religionen in Nepal, die allerdings sowohl von der Bedeutung für das Land als auch zahlenmäßig kaum eine größere Rolle spielen.

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